Raumstation in der Landschaft  

Forschungs- und Besucherzentrum  
   
BestandEntwurf

 

Daten & Fakten  

Ort: Döberitzer Heide, westlich von Berlin  
Kategorie: Öffentliche Bauten  

 

Beschreibung  

Unsere Entwurfsaufgabe war es, eine Eingangssituation für diesen Park zu gestalten. Entstehen soll ein Besucher- und Forschungszentrum. Vorrangig ging es um die Schaffung einer Ausstellung, in der die anderen Funktionen wie Wohnen, Forschen sowie ein Café mit einbezogen werden sollten.

 

Ausgangssituation  

Die Döberitzer Heide ist ein großes Landschaftsgebiet westlich von Berlin. Heute wird das Gelände besonders durch seine militärische Vergangenheit geprägt. An vielen Stellen des teils welligen, hauptsächlich flachen Landes tauchen, meist versteckt, militärische Überreste auf. Große Bunkeranlagen, Aussichtspunkte sowie einzelne übrig gebliebene Fragmente prägen das Landschaftsbild.

Um das zum größten teils brachliegende Gebiet wieder aufzuwerten, sind verschiedene Nutzungen geplant. Neben einem Wildgehege soll ein Landschaftspark ausgebaut werden. Im gesamten Gebiet sollen Rundwege angelegt werden, die durch verschiedene Schwerpunkte an Besonderheiten der Natur, Information und besondere Aussichtssituationen aufmerksam machen sollen.
 
 
 
 
 

 

Konzept  

Das geplante Gebäude hat die äußere Form eines einfachen geometrischen Kubus. Im Inneren wird er geprägt durch ein verschlängeltes, sich oft überkreuzendes Wegenetz, das den Besucher immer wieder in verschieden Richtungen weist, der damit auch seinen Blick ständig verändert. An besonderen Stellen durchbricht der Weg die Gebäudehülle.

Die Ausstellung befindet sich hauptsächlich im Kern des Kubus. An den Außenwänden sind die restlichen Funktionen wie die Forschungseinheiten, die Wohnungen für Gäste und Stationsleiter, die Seminarräume und der Vortragssaal angeordnet.

 

 

Lageplan  

Das Gebäude befindet sich an der Wegkreuzung, auf die der Besucher geführt wird, um sich an diesem Punkt zu entscheiden, welchen Weg er nun wählen möchte. Entscheidet er sich für das Gebäude, wird er durch eine abwärts führende große Freitreppe zum Eingang der Ausstellung im Untergeschoss geleitet.
 

 

Grundrisse  

Die Sammlung ist thematisch in drei verschiedene Bereiche unterteilt. Beginnend im Untergeschoss wird dem Besucher dort die Militärgeschichte in einem bunkerartigen, dunklen Raum näher gebracht. Einzig durch die hinterleuchteten Bilder und Texte wird der Raum minimal erhellt. Anschließend geht es über eine Rampe, die auf einen schmalen Lichtpunkt zuführt, ins Erdgeschoss. Durch die auf einer weiteren breiten Rampe angeordneten Stellwände lernt der Besucher die in dem Gebiet lebenden Tiere kennen. Nach einem Umlenkpunkt folgt eine nächste Rampe, die ins 1.Obergeschoss führt. Hier hat der Besucher zum einen die Möglichkeit, sich in einem der Seminarräume Vorträge anzuhören oder er entscheidet sich gleich für die weiterführende Ausstellung, die in diesem Geschoss mit einer Auswahl von besonderen Tieren und Pflanzen als Vermittler zum nächsten Themenbereich überleitet. Zuvor wird der Besucher jedoch aus dem Gebäude heraus geleitet und kann durch ein großes Fenster in den Park schauen. Weiter geht es nun über eine lange, das ganze Haus durchquerende Rampe ins 2. Obergeschoss. Hier lernt der Gast etwas über den Pflanzenbestand im Gelände. An dieser Stelle ist die Ausstellung nun auch beendet.
 
UG EG
   
1.OG 2.OG
   
DG DG 2

 

Piktogramme  

Über eine weitere Rampe gelangt man in ein Café. Dort kann man entweder noch verweilen oder sich gleich mit dem Fahrstuhl wieder nach unten begeben und einen Abstecher in den Buchladen machen.
 
UG EG
   
1.OG 2.OG
   
DG DG 2

 

Bilder  

 
Eingang zum Untergeschoss Untergeschoss, Militärausstellung
   
Untergeschoss, Militärausstellung Erdgeschoss, Ausstellung Fauna
   
Zwischengeschoss, Ausstellung Flora 1.Obergeschoss, Ausstellung Flora
   
2.Obergeschoss, Café 2.Obergeschoss, Café