Städtebauliche Rahmenplanung für das Sanierungsgebiet "Stadtzentrum Eberswalde"  

Intergraler Wohnungsbau  
   

 

Daten & Fakten  

Ort: Eberswalde, nord-östlich von Berlin  
Kategorie: Städtebau und Wohnungsbau  

 

Beschreibung  

Im Städtebaulichen Entwurf ging es um die Rahmenplanung für das Sanierungsgebiet Eberswalde. Die Stadt liegt nordöstlich von Berlin. Sie ist Verwaltungssitz der umliegenden Gemeinden und hat somit eine wichtige Bedeutung.

 

Analyseplan  

Das Entwurfsgebiet liegt in städtisch günstiger Lage nahe der Innenstadt. Der Richterplatz ist ein attraktiver Stadtplatz der jedoch noch nicht zu allen Seiten klar definiert ist.
Den schwerwiegendsten negativen Aspekt bildet jedoch die geplante nördliche Stadtumgehung, die eine Verkehrsentlastung für die Innenstadt bringen soll, allerdings im Entwurfsgebiet zu einer hohen Belastung von Luft, Lärm und Schadstoffen führen wird.

In den letzten Jahren nahm die Nachfrage nach kleineren Wohneinheiten zu. Der Trend geht ebenso in Richtung Familie. Diese möchten ein Eigenheim mit großem Garten. Ein Mangel ist die fehlende Kinderbetreuungseinheit; auch einen Spielplatz gibt es nicht.

 

 

Lageplan  

Schwerpunkte des Neuordnungskonzeptes im Entwurfsgebiet sind demzufolge die Schaffung von Wohneigentum „im Grünen“; Gestaltung der Neubauvorhaben im „Gartenring“ in offener Bauweise  und Gärten. Der Gartenring soll sich durch Individualität und offene Bebauung von der Altstadt abheben. Die unregelmäßig geschwungene Straßenführung soll durch abwechslungsreiche architektonische Gestaltung  der Gebäude betont werden. Die Gebäudehöhen sind den Bestandsgebäuden anzupassen.


Das Sanierungsgebiet teilt sich in zwei unterschiedliche Grundstücke.

 

 

Richterplatz  

Im nördlichen Teil, dem Gebiet am Richterplatz galt es, die vorhandene, lockere Bebauung durch neue Gebäude zu schließen sowie die Straßenfluchten zu definieren. Im Südteil des Gebietes umrahmt der U-Block das Gebiet nach Innen und definiert den Richterplatz im Norden. Die neue Bebauung wurde in das spärliche Ensemble der Bestandsgebäude integriert. Die Geschoßhöhe wurde angepasst. Entstanden sind drei neue Wohnkomplexe: Hauptsächlich Etagenwohnungen, teilweise Splitlevelwoh- nungen über zwei oder drei Etagen. Der Hof zwischen den Häusern dient der gemeinsamen Nutzung. Er ist mit zwei Terrassen versehen, die zum Grillen oder einfach dem Verweilen vorbehalten sind.
 
Erdgeschoss  
   
1.Obergeschoss  
   
2.Obergeschoss  
   
Isometrie  
   
Erdgeschoss  
   
1. Obergeschoss  
   
2.Obergeschoss  
   
Isometrie  

 

Streuobstwiese  

Im südlichen Teil, der so genannten „Streuobstwiese“ sollen in aufgelockerter Bebauung Einfamilienhäuser entstehen. Entstanden sind 8 Häuser gleichen Bautyps, fünf von ihnen verfügen über eine Garage. Damit soll im Osten, zur Straße hin eine geschlossene Bebauungskante geschaffen werden. Diese dient später dem Lärmschutz. Auf der Westseite lockert sich die Bebauung weiter auf. Dort fehlen die Garagen, dafür überragt der Grünanteil. Im Inneren des Gebietes steht den Bewohnern ein grüner Gemeinschaftsbereich zur Verfügung. Dort können Spielgeräte für Kinder,  ein Grillplatz oder ähnliches eingerichtet werden.


Die Materialien der Häuser sind der Bestandsbebauung angeglichen

 
Erdgeschoss  
   
Obergeschoss  
   
Isometrie  

 

Bilder  

 
Modell Draufsicht, Entwurf rot eingefärbt  
   
Modell Entwurf Streuobstwiese Modell Entwurf Richterplatz
   
Blick in den Hof Richterplatz Blick in Straße an der Streuobstwiese
   
Blick aufs Ensemble Streuobstwiese Perspektive Richterplatz
   
Blick in Hof Streuobstwiese